Post-Traum(a): Das Dilemma mit der E-Post

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Das neue Jahr begann bei der Post mit der Portoerhöhung auf 62 Cent für den Standardbrief. Begründet wird diese vier Cent-Steigerung mit hohen Investitionen. Tatsächlich ist das klassische Briefpostgeschäft im Schrumpfen wie der Chef der Deutschen Post AG, Frank Appel im Interview einräumen musst.

Und digitale Alternativen wie der E-Postbrief und De-Mail haben sich noch nicht etabliert. Ein Dilemma, wenn sich die gelbe Post auch als digitaler Postdienstleister behaupten will.

Dennoch gibt sich der Post-Chef im Interview zuversichtlich: „Wir werden bis 2015 etwa 500 Millionen in den E-Postbrief investiert haben. Wir glauben, dass wir nächstes Jahr erstmals schwarze Zahlen damit schreiben. Da kenne ich nicht viele Start-ups, die das in dieser Zeitspanne schaffen“, so die Botschaft. Sich in die Nähe von Start-ups zu begeben ist dann allerdings schon kühn, wenn man bedenkt, dass die Post ihren E-Postbrief seit 2009 Millionen verbrannt investiert haben. Leider ohne viel Erfolg. Laut Komba-Magazin hatten sich bis November 2010 über eine Million Privatpersonen als Nutzer angemeldet, aktiv genutzt wurde er jedoch nur von rund 100.000 Menschen. Und bis heute tritt man auf der Stelle. Zu groß wird die Schere zwischen Geschäftsidee, Gewinnerwartung und den Anforderungen des Datenschutzes. Ein Ausweg sollte die Unterstützung des De-Mail-Standards bieten, jedoch stellte die Post den Versuch, den E-Postbrief-Dienst als DE-Mail-Angebot akkreditieren zu lassen, im April 2013 bis auf weiteres ein.

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Ein Kommentar

  1. Ich glaube der E-Postbrief hat immernoch eine bessere Zukunft vor sich als De-Mail. Denn De-Mail bietet gegenüber E-Mail keinerlei Vorteile. Mit dem E-Postbrief kann ich mir zumindest den Weg zur Post, Papier und Umschlag sparen, weil die Post für mich Druckt und Kuvertiert. Außerdem funktioniert die Identifizierung per Postident, das De-Mail-Verfahren dagegen nicht.

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