De-Mail-Exit? Bundesbehörden sind für De-Mail nicht erreichbar – ein zentrales IT-Projekt der Bundesregierung vor dem Aus?

Stand heute, hat man sich mit Griechenland einigen können. Der Grexit scheint abgewendet oder vertagt. Es bleibt ein Unbehagen, ob die griechische Regierung ihre in der Agenda formulierten Reformen denn auch umsetzen wird. Papier scheint aber auch in Deutschland geduldig, denn die die Einführung der De-Mail – ein Kernstück der bundesdeutschen Agenda – lässt weiter auf sich warten. Die Bundesregierung will bis Jahresende ihre Behörden an das De-Mail-Projekt anschließen, jedoch ist bis Dato keine einzige Behörde per De-Mail erreichbar, so meldet Spiegel-Online.

Kein Zweifel: De-Mail hat in deutschen Amtsstuben ein Akzeptanzproblem. Seit Jahren wird die fehlende durchgängige Verschlüsselung des Systems kritisiert. Anbieter haben reagiert und seit diesem Jahr eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgesetzt. Das hat sich entweder noch nicht ausreichend herumgesprochen, oder aber die Skepsis ist geblieben.

Das ehrgeizige Vorhaben, einer flächendeckenden Einführung von De-Mail bis März 2016 droht zu scheitern. Unter dem Motto „Schnell wie eine E-Mail, sicher wie ein Brief“ soll es den herkömmlichen Brief in der Kommunikation mit Ämtern und Unternehmen ersetzen. Doch knapp sechs Monate vor Ende der Frist akzeptiert noch kein einziges Bundesamt per De-Mail verschickte E-Mails.

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