Ausgelesen: Post trennt sich von ihrem Bestseller, dem Telefonbuch

telefonbuchDas Telefonbuch, das Örtliche und die Gelben Seiten werden voraussichtlich ab 2017 nicht mehr vom Telekom-Konzern vertrieben. Herausgeber des Bestsellers mit Millionenauflage, die Verlagstochter DeTeMedien soll verkauft werden. Mit mittelständischen und regionalen Telefonbuchverlagen habe sich das Unternehmen auf eine Kaufoption bis 2017 verständigt, so ein Konzernsprecher auf Anfrage.
Verzeichnisse wie das Telefonbuch, das Örtliche und die Gelben Seiten, die von der DeTeMedien vertrieben werden, gehörten nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens, begründete die Telekom den anstehenden Verkauf. Die mittelständischen Verlage könnten diese Geschäfte besser allein weiter entwickeln. Zum Preis äußerte sich der Telekom-Sprecher nicht.
Aber mal ehrlich, wer hat denn überhaupt noch ein Telefonbuch im Schrank? Wer greift sich das kiloschwere Telefonbuchpaket Jahr um Jahr von der bereitgestellten Europalette im Supermarkt? Und wie bewahrt jeder seine Telefonbücher auf? Akkurat im Bücherschrank einsortiert, oder doch als Untersetzer für den Blumentopf?
Dem Klassiker der Telefonliteratur gebührt mehr Aufmerksamkeit, vergleichbar mit dem Kursbuch der Deutschen Bahn. Hier noch einmal gelesen vom Meister Loriot.

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Ein Kommentar

  1. Ich kann mich noch gut an die Telefonbuch-CD-ROMs erinnern, die vor 20 Jahren hip waren.

    Die wollte ich unbedingt haben. Dann folgte die Ernüchterung. Denn es war ein unverhältnismäßiger Akt, erstmal den stationären Windows95-Rechner hochzufahren, die CR-ROM einzulegen und – aus heutiger Sicht recht umständlich – die Rufnummer zu suchen.
    Das war sogar noch wurschteliger, als die dicken T-Buch-Schwarten.

    MF

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